Begegnungstage für Menschen

mit und ohne Handicap

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HILFE ZUM LAUFEN BRINGEN

Brücken bauen

Gemeinsam Ideen gestalten

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Der Begriff Inklusion kommt aus dem lateinischen und bedeutet "Einschluss", aber auch Einbeziehung und Dazugehörigkeit, Solidarität eben. Inklusion erklärt auch am besten die Ziele des 1. Benefizmarathons: Brücken bauen und gemeinsam Ideen gestalten! Mit Hilfe namhafter Unterstützer aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport steckte sich der Selbsthilfeverband Soziale Projektorganisation e.V. aus Thermalbad Wiesenbad mit dem 1. Benefizmarathon das Ziel, Hilfe zum Laufen zu bringen. Zwischen dem Treffen der Unterstützer am 1. Februar, bei dem das Projekt vorgestellt wurde, und der vorläufig letzten Veranstaltung Anfang Juli im Sportpark Thalheim sind fünf Monate mit einer Vielzahl von Aktionen zur Inklusion behinderter Menschen vergangen. Hanka Kliese, Behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: "Nach der ersten Veranstaltung dachte ich, da haben wir uns ganz schön was vorgenommen, hoffentlich schaffen wir das. Jetzt freue ich mich, dass alle es geschafft haben, hier so viel auf die Beine zu stellen. Ich hätte mir jedoch gewünscht, dass noch mehr Menschen an der Aktion teilgenommen hätten. "Sicherlich war auch das erneut sehr wechselhafte Wetter Schuld, dass auch zum Finale im Sportpark Thalheim einige Plätze frei blieben. Dabei präsentierte sich am Freitag neben dem Polizeiorchester Sachsen eine Band, in der Musiker mit und ohne Behinderung spielen. Die "HardBreakers" stammen aus Bad Segeberg in Schleswig-Holstein und könnten mit ihrer Mischung aus Rock, Funk, Blues und Soul auch als Herzensbrecher durchgehen. Hinter der Band steht ein Konzept, das viel mit sozialem Lernen, Kreativität und Individualität zu tun hat. Der Samstag stand komplett im Zeichen des Sports. Es gab zum Beispiel einen echten Marathon auf zwei Rädern. Unterstützer Tino Käßner (Bildmitte) hatte ihn auch selbst organisiert. Er weiß als Betroffener, dass Behinderte nach wie vor leider nur eine Randgruppe sind: "Solche Projekte sind genau der richtige Weg, um ein Miteinander hinzukriegen.

 Ein weiterer Höhepunkt war der 1. Thalheimer Spendenlauf. Zehn Staffeln aus Zwönitz und Thalheim kämpften unter widrigen Bedingungen und den Augen von Kultmoderator Adi um jeden Meter. Jede Staffel wurde von einer Firma gesponsert und lief für einen guten Zweck. Neben dem Startgeld für die Klassenkassen kamen beim Spendenlauf auch noch 600 Euro für die Spendenaktion "Gemeinsam Brücken bauen" zusammen.

Auch diese Premiere soll 2013 – möglichst bei guter Laune von Petrus – eine Fortsetzung finden, so wie das gesamte Wochenende als Neuauflage von Begegnungstagen für Menschen mit und ohne Handicap, so wie auch der gesamte Benefizmarathon, verspricht Cheforganisator Jörg Kaldenbach (links im Bild). Das Projekt sei ein "Prototyp" gewesen und Prototypen haben es schwer, richtig verstanden zu werden. Vom 1. September bis zum 31. Oktober wird der 1. Benefizmarathon auch hinsichtlich seiner Wirkung ausgewertet. Aus dem Slogan "HILFE ZUM LAUFEN BRINGEN" soll anschließend ein gleichnamiges Infoportal im Erzgebirgskreis werden. Dass der 1. Benefizmarathin Fortsetzung in vielerlei Art findet, wünscht sich auch die Landtagsabgeornete Hanka Kliese: "Inklusion ist ein niemals endender Prozess und alles was damit verbunden ist, muss auch eine gewisse Kontinuität bewahren und beinhalten. Deswegen ist es wichtig, dass das nicht nur eine einmalige Veranstaltung ist, sondern dass man das mit viel Beharrlichkeit und Ausdauer weiter voran treibt. Das wünsche ich mir für dieses Projekt. "Um es mit Worten von John F. Kennedy zu formulieren: "Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo andere erst reden.

Der 1. Benefizmarathon – Brücken bauen – gemeinsam Ideen gestalten - ein außergewöhnliches Projekt.

 

 

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