Wir über uns 

 

Vom regionalen Verein zum

 

 Selbsthilfeverband

 Soziale Projektorganisation e.V.


 

 Wir sind anders, aber trotzdem gut !!!


 

Da es bei der Zahl von psychisch und seelisch kranken Menschen eine besondere Steigerung, besondere Zuwachszahlen gibt, haben wir uns als Betroffene berufen gefunden, gerüstet mit dem entsprechendem fachlichen, sowie inhaltlichem Wissen, unseren Verein Soziale Projektorganisation Annaberg-Buchholz im Jahre 2008 zu gründen.

Im Herbst 2007 hatte sich eine Gruppe von psychisch und seelisch erkrankten Menschen auf eine psychotherapeutische Behandlung in der Psychiatrischen Tagesklinik Annaberg-Buchholz eingelassen. Unterstützung und Begleitung waren für uns, als Betroffene zu diesem Zeitpunkt dringend notwendig. Die Zeit reichte aber keineswegs aus, um alle Probleme wieder positiv ins Lot zu bekommen. Selbst die gute fachliche Unterstützung reichte nicht aus, um alle von einer Krise wieder zurück ins normale Leben zu führen. Denn die Überwindung einer Lebenskrise, damit verbunden können verschiedene Ängste, Zwänge und Persönlichkeitsstörungen sein, ist eine ganzheitliche, menschliche Herausforderung. Sie braucht vor allem Zeit, viel Geduld und geeignete Rahmenbedingungen. Dies übersteigt in der Regel die Möglichkeiten der Angehörigen und fällt grundsätzlich aus der Zuständigkeit eines medizinischen Fachbereichs heraus.

Im Herbst 2008 lernten wir Frau Karin Roth vom privaten YAEL ELYA Institut Bochum (www.yael-elya.de)  zur Reha Care in Düsseldorf kennen. Es entwickelte sich eine sehr konstruktive, positive Zusammenarbeit, welche bis heute und wir glauben auch für die Zukunft sehr intensiv und gefestigt ist.

Durch den intensiven Zusammenhalt, der Achtung und Hilfe untereinander war es uns möglich, diesen Verein zu gründen.

Jeder Mensch – auch der Mensch in der Krise – hat seine besonderen Fähigkeiten und Talente. Oft sind diese verschüttet und müssen deshalb wieder entdeckt und aktiviert werden. Die Entfaltung der eigenen Fähigkeiten und Talente ist wesentlich für die Stabilisierung der Persönlichkeit, sie ermöglicht gleichzeitig einen nützlichen Einsatz für die Gemeinschaft. Dadurch können Betroffene wieder die Erfahrung machen „gebraucht zu werden“, dass heißt mit den vorhandenen Fähigkeiten etwas nützliches, sinnvolles und wertschöpfendes zu tun. Das Lösungswort könnte heißen, Arbeit mit Unterstützung des Persönlichen Budget und Emanzipation mit dem Persönlichem Budget.

Trotz allgemein verbesserter Behandlungs-, Reha- und Nachsorgemöglichkeiten wächst die Zahl von unfreiwillig arbeitslosen bzw. frühberenteten Menschen mit psychischen Erkrankungen, aber auch anderer Handicaps – wo wir helfen wollen und tätig sind. Dies geht nicht alles ohne Unterstützung. Aus diesen Gründen haben wir uns im Jahre 2010 entschieden, als Selbsthilfeverband überregional und bundesweit zu agieren.

 

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